8.1.1

Details zu - psychische Erkrankungen

Hier lesen Sie Statistiken und wichtige Hintergrundinformationen

Psychische Störung

Verbreitung

Psychische Störungen sind derzeit die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Rahmen der GKV

 

Umfangreiche Informationen finden Sie mit Klick auf dieses Foto

<= hier

 

Direkten Bezug zur Arbeitswelt haben insbesondere die Themen

  • Stress
  • Burnout

Diagnosegruppen nach ICD-10

Für eine erste Orientierung lesen Sie die Tabelle hier:

Burnout-Syndrom

Hohe Selbstverpflichtung gepaart mit Ohnmachtsempfindungen oder fehlenden Erfolgserlebnissen können negativen Stress verstärken.

Menschen mit geschwächter Abwehrkraft (Resilienz) können im weiteren Verlauf eine Art seelischen Zusammenbruch erleiden.

Weitere Informationen hier:

Selbsttests

Von außen durch betriebliche Belastungen oder ungünstige persönliche Lebensumstände bedrängt, das ist die eine Seite.

 

Der Mensch hat innere, seelische, Verarbeitungsmechanismen, die eine Erkrankung verhindern helfen.

Falls Sie für sich feststellen wollen, ob Sie genügend gewappnet sind, klicken Sie für verschiedene Selbsttests hier:


8.1.2


Details zu - psychischen Belastungen im Betrieb

Die Ermittlung und Bewertung etwaiger psychischer Belastungen im Betrieb sowie die Entwicklung sinnvoller Lösungen ist mittlerweile vielfach praktisch durchgeführt. Die Vorgehensweise ist robust, einfach, transparent und erfolgreich.

Hier lesen Sie über die konkreten Pflichten für alle Betriebe und über Schritte zur Umsetzung


Ablauf der Gefährdungsbeurteilung "Psyche"

Schritt 1 Ermittlung: BelastungsCheck im Betrieb

Beispiel einer Checkliste zur ersten Einschätzung der psychischen Belastungsfaktoren (Auszug)

Auszug aus einer Checklist zu psychischen Belastungsfaktoren
Auszug aus einer Checklist zu psychischen Belastungsfaktoren

Zu den weiteren Schritten

(2) Bewertung, (3) Feststellung betriebsbezogener Defizite,

(4) Einsetzen von Kleingruppen und Vorschlag von Maßnahmen, (5) Entscheidung über die Umsetzung vorgeschlagener Maßnahmen, (6) Durchführung und (7) Erfolgskontrolle finden Sie umfangreiches Informationsmaterial hier: 

 

Seit 2013 ist "Psyche" eines von drei Arbeitsschutzzielen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).

Weitere Informationen im Link 1

 

Seit 2015 stehen psychische Belastungen bei der Arbeit im Fokus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Bis 2018 werden alle 6000 Aufsichtspersonen in Deutschland geschult. Deren Aufgabe ist die Beratung und Überwachung der Firmen bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen im Betrieb.

Weitere Informationen im Link 2

 

Für Praktiker: Sehr lesenswerte Tipps zum Einstieg (DGUV 2015, 42 Seiten) und zur Umsetzung im Betrieb.

Weitere Informationen im Link 3

 

In gleicher Weise hat die GDA Empfehlungen zur Umsetzung (Januar 2016, 32 Seiten) veröffentlicht.

Weitere Informationen im Link 4


Grundlagenwissen 1


Psychische Belastungen im Betrieb - aktuelle Daten

Psychische Störungen mit höchster Steigerungsrate (orange Kurve). Quelle: ifaa-Fachtagung Juni 2014, Broschüre Seite 4.
Psychische Störungen mit höchster Steigerungsrate (orange Kurve). Quelle: ifaa-Fachtagung Juni 2014, Broschüre Seite 4.
Aktuell gehen bereits 15% aller Arbeitsunfähigkeitstage auf die Diagnose psychische und Verhaltensstörungen zurück (grüne Zeile)
Aktuell gehen bereits 15% aller Arbeitsunfähigkeitstage auf die Diagnose psychische und Verhaltensstörungen zurück (grüne Zeile)


Grundlagenwissen 2

Spannungsbogen: Privatsphäre ... Betriebssphäre

a) Ursachen für seelische Belastungen, die im Menschen begründet sind:

  • verminderte Belastbarkeit durch persönliche (dauerhafte) Disposition
  • verminderte Belastbarkeit durch Vorschädigungen, nicht geheilter Traumatisierungen

b) Ursachen für belastende Einwirkungen von außen, vom Betrieb, auf den Menschen:

  • betriebliche Umgebung (hoher Lärm, ständige Störung, ungünstiges Raumklima u.ä.)
  • soziale Komponenten (schlechtes Betriebsklima, Stress mit Kollegen u.ä.)
  • Mängel in der Arbeitsorganisation (Lage / Dauer der Arbeitszeit, Zeitnot, Termindruck, fehlende Vorinformation u.ä.)
  • Aufgabenstellung (sehr häufige Änderung, Unklarheit, widersprüchliche Erwartungen u.ä.)

Der Blickwinkel der vom Arbeitsschutzgesetz geforderten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen richtet sich

  • nicht auf individuelle Störungen oder Belastungsempfindungen (nicht: wie ist das Verhalten des Mitarbeiters?)
  • sondern auf strukturelle Defizite des Betriebes (welche Verhältnisse des Betriebes stellen eine Belastung dar?)

Bei der Frage, wo man bei Lösungsideen ansetzen soll, gilt die gesetzlich verankerte Regel:

Verhältnisprävention geht vor Verhaltensprävention!

Details zu diesem Konzept hier:



Grundlagenwissen 3

Beispiel: Gewicht oder Lärm oder Hektik ist für einen Menschen eine leichte, für einen anderen Menschen eine schwere Beanspruchung.
Beispiel: Gewicht oder Lärm oder Hektik ist für einen Menschen eine leichte, für einen anderen Menschen eine schwere Beanspruchung.
Beispiel: Hohe Konzentrationsanforderung ist für einen Menschen eine positive, förderliche Beanspruchung - für einen anderen Menschen eine negative (Fehl-) Beanspruchung.
Beispiel: Hohe Konzentrationsanforderung ist für einen Menschen eine positive, förderliche Beanspruchung - für einen anderen Menschen eine negative (Fehl-) Beanspruchung.


Praktische Anwendung

Beurteilungsbogen branchenspezifisch

Beispiel BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe

Auszug aus Beurteilungsbogen für Nahrungsmittelherstellung. Komplette Broschüre: Klick auf das Foto, Download drittes pdf . Quelle: BGN
Auszug aus Beurteilungsbogen für Nahrungsmittelherstellung. Komplette Broschüre: Klick auf das Foto, Download drittes pdf . Quelle: BGN